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Der Autor erklärt im weiteren Verlauf (Z. 56-63), dass ein Leben als Terrorist
für ihn nicht in Frage komme. So fordere dieses eine Abkoppelung aus dem öffentlichen
Leben, die Gefahr getötet zu werden sei sehr hoch. Ebenso sei auch die Gefahr,
dass dritte, unbeteiligte Personen sich in Gegenwart von Terroristen nicht in
Sicherheit befinden, sehr hoch. Diese Überlegung (Z. 61-63) initiiert, dass
der Autor keine egoistische Denkstruktur aufweist und sich damit indirekt zum
Pazifismus bekennt. Seine anti-radikale Haltung wird auch darin deutlich, dass
er sich nicht vorstellen könnte so zu handeln, wie es der vermeintliche Feind
(der Staat) tut. So sind seiner Meinung nach Richter, Polizisten, Werkschützen,
Soldaten und Betreiber von Atomkraftwerken kaltblütig wie einst Mafiabosse,
schnell, brutal und berechnend im Töten (Z. 64-66). Damit zielt er auf den Staatsapparat
ab, der es sich vorgenommen hat, gegen die Linken von damals mit Gewalt vorzugehen.
Die AKW-Betreiber werden als Feindbilder angesehen, weil es damals unter vielen
Studenten eine Öko-Bewegung gab. Später sollte aus dieser die Gründung der Grünen
resultieren. So war das Betreiben von Atomkraftwerken staatlich monopolisiert,
was bedeutete, daß der Staat durch die krebserregenden Mineralien bei der Stromerzeugung
gegen seine eigenen Bürger handelte. Deswegen wurden AKW-Betreiber gleichgesetzt
mit Richtern, die in manchen Ländern (nicht in Deutschland) über Leben und Tod
urteilen, mit Polizisten, Soldaten und Werkschützen, die zum potentiellen Töten
vom Staat aufgestellt werden.
All diese Personen bilden eine Einheit, nämlich den Feind. Daher ist auch Buback,
laut Autor, nur ein Individuum des ,,falschen" Staates gewesen, es hätte
auch jede andere Person treffen können, die den Staat unterstützt hat und damit
gegen die Ideale der RAF gearbeitet hat (Z. 67-73).
Dabei zweifelt der Autor auch am Demokratieverständnis der damaligen ,,aufrechten
Demokraten" (Z. 72). So hinterfragt er dieses mit einer rhetorischen Frage,
indem er wissen möchte, ob diese Art von Hysterie auch entstanden wäre, wenn
die RAF, anstatt Buback, nur eine Köchin ermordet hätte: ,,Warum diese Politik
der Persönlichkeiten?" (Z. 71).
Mit der sinnlos klingenden Frage ,,Sollten wir uns nicht überhaupt auf die Köchinnen
konzentrieren?" (Z. 73) spielt er diese Hysterie um die Ermordung Bubacks
herunter und gibt zu verstehen, dass es für ihn wohl wichtigeres im Leben gibt.
Im folgenden aber, entzieht der Göttinger Student den Terroristen die Legitimierung
für den Mord an Buback. So zieht er Beispiele aus Militärregimen (Argentinien
und Spanien) zur Hilfe, in denen Staatsmänner ermordet werden, die vom Volk
allgemein gehasst werden. Dies war bei Buback aber nicht der Fall. An diesem
Punkt gerät der Autor in eine moralische Zwickmühle: So kann er den Mord an
Buback einerseits nicht gutheißen, weil er vom Volk nicht gehasst worden ist,
wie einige Diktatoren in Südamerika, andererseits liefert er eine Form von Legitimierung
für Morde an Personen in demokratischen Ländern. So reicht es einfach aus, dass
diese vom Volk gehasst werden um sie zu ermorden. Hass ist aber ein sehr subjektives
Gefühl, das schlecht messbar ist. Somit liefert er eine dubiose Erklärung für
die Legitimierung eines Mordes an einer Person. Hier drin liegt wohl auch einer
der Gründe der damaligen Bundesregierung, diesen Nachruf zu verbieten.
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