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Buback - Ein Nachruf

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Da Buback nicht vom Volk gehasst worden ist, durfte sich auch die RAF nicht herausnehmen, für das Volk stellvertretend zu handeln, so die Schlußfolgerung.
Schließlich geht die Meinung des Autors gegen Ende seines Nachrufes völlig ins Gewaltlose über: Er fordert die Linken dazu auf, gewaltfrei zu handeln, weil Gewalt das Mittel der Herrschenden ist. Viel wichtiger sei es eine Gesellschaft zu schaffen, in der das Volk glücklich Leben kann, da es vor Gewalt ja nur Angst hat. Das kennen die Menschen ja noch aus vergangenen Zeiten des NS-Regimes: ,,(...) sie haben ihre Erfahrungen damit gemacht, genauso wie mit Einkerkerung und Arbeitslager." (Z. 85)
Genauso sollen die Feinde nicht liquidiert werden, trotzdem soll mit ihnen nicht ,,sanft" umgegangen werden. Damit beruft sich der Autor wieder auf Gewaltminderung (Z. 86-87).
Der Wunsch einer sozialistischen Welt wird erwähnt, die eine bessere Gesellschaft hervorbringen soll, welche ohne Terror und Gewalt, ohne Zwangsarbeit, ohne Justiz, ,,Knast" und Anstalten auskommen wird.
Diese Darstellung stellt das Ziel vieler damaliger Terroristen dar, der Autor erkennt aber, dass diese Welt nicht das Paradies sein wird. Er fügt nämlich noch in Klammern hinzu, dass die ,,Wunschgesellschaft" nicht ohne Aggression und Militanz, nicht ohne ,,Plackerei", nicht ohne Regeln und Vorschriften auskommen wird (Z. 88-92).
Dies lässt sein Ziel realistischer wirken und nicht wie viele Versprechungen in der Geschichte, die nicht eingehalten worden sind (Versprechungen vor der Oktoberrevolution 1917 in Rußland, die später nicht eingehalten worden sind z.B.).
Zukünftige Revolutionäre sollten also nicht zum Mittel der militärischen Waffen greifen, sondern sich auf die eigenen Fähigkeiten beschränken: Das Volk soll aufgeklärt werden und die Linken sollen so handeln, dass nicht sie zu den Gehassten werden: ,,Einen Begriff und eine Praxis zu entfalten von Gewalt/Militanz, die fröhlich sind und den Segen der beteiligten Massen haben, das ist (zum praktischen Ende gewendet) unsere Tagesaufgabe." (Z. 98-100).
Nachdem sich der Autor diplomatisch der sachlichen Argumentation genähert hatte, greift er gegen Ende des Nachrufes auf seine provozierenden Stilmittel aus dem Anfangsteil. So bezeichnet er Staatsdiener als ,,Bubacks mit Killervisagen" (Z. 100-101), beendet seinen Text mit den unformalen Schlußworten ,,Ein bißchen klobig, wie? Aber ehrlich gemeint..." und bezeichnet sich selbst schließlich als einen ,,Göttinger Mescalero", was doch etwas an Karl-May-Romantik erinnert.
Damit zeigt er dem Staat gegenüber seine vollkommene Respektlosigkeit und erschüttert mit dem gesamten Nachruf die Trauer der Freunde und Angehörigen Bubacks.

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
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